Fächerkabinett
In den alten Kulturen der Ägypter, Perser und Inder galten die Fächer als Hoheitssymbol. Auf den Porträts der Damen in der Renaissance demonstrieren sie Reichtum. Ende des 16. Jahrhunderts hielten die Faltfächer, aus Ostasien kommend, seinen Einzug in Europa und verdrängte den bisher vorherrschenden Federfächer oder Wedel.
Der Faltfächer erlebte seine Blütezeit im 18. Jahrhundert. Als Luxusobjekt wurde er im Rokoko sehr kostbar ausgestattet. Die Faltfächer zeigen fein gemalte Darstellungen aus der Mythologie der Geschichte und der Bibel. Für Braut- und Hochzeitsfächer boten sich Motive aus diesem Themenkreis an. Dann gaben Wateau und Bocher mit ihren Gemälden von den "scènes galantes" und ländlichen Festen den Fächermalern Anregungen. Zu dem Fächerblatt fügen sich kunstvoll geschnitzte und skulpierte Stäbe zu einer harmonischen Komposition zusammen.
Berichterstatter
Im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts reflektierten sie, nunmehr als Druckfächer, die gesellschaftlichen und politischen Veränderungen, geben Kunde von dem ersten Ballonaufstieg und der französischen Revolution.
Fächerkabinett
Barische Stiftung
Am Bach 19
33602 Bielefeld
Tel.: 05 21 / 6 41 86
Fax.: 05 21 / 6 41 87
Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Freitag 14.30 bis 17.30 Uhr
und nach Vereinbarung
Weitere Bilder aus dem Museum
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