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Historisches MuseumDas seit 1994 in einem Nebengebäude der Ravensberger Spinnerei im Ravensberger Park untergebrachte Historische Museum in Bielefeld führt dem Besucher die Geschichte Bielefelds und seiner Region dar. Von den ersten Besiedlungen bis zur Gegenwart wird das Leben und Arbeiten der Menschen dokumentiert. Besonderer Schwerpunkt ist das Industriezeitalter, welches auch durch das Ambiente des restaurierten Gebäudekomplexes der ehemaligen Ravensberger Spinnerei abgerundet wird.Die Ausstellung befindet sich in der mehr als 2000 Quadratmetern großen Sheddachhalle, Sonderausstellungen in dem rund 500 Quadratmetern großen Saal oder ein Querschnitt der Sammlung im Untergeschoß der Sheddachhalle.
Neben originalen Maschinen aus den wichtigsten Bielefelder Industriezweigen, den berühmten Bielefelder Nähmaschinen und Fahrrädern, Spinnnen, Weben, Wäsche-, Druck- und Nahrungsmittelindustrie wird das Arbeitsleben der Arbeiter und des Bürgertums veranschaulicht.Auf seinem Rundgang durch das Museum geht der Besucher durch die chronologisch sortierten Epochen der Bielefelder Stadtgeschichte. Der Depotbereich, ist im Gegensatz zu vielen anderen Museen teilweise zu besichtigen. Durch die Interaktivität des Museums wird der Besucher fasziniert. Soweit möglich werden Produktionsprozesse durch laufende Maschinen veranschaulicht. Der Besucher wird bei seinem Museumsbesuch in das Geschehen einbezogen. So wird ein auf, einer Walze angebrachter Ausstellungstext erst lesbar, wenn man diese über Fahrradpedale mechanisch antreibt. An verschiedenen Stationen laden Computer zum multimedialen Klick durch die Geschichte ein. 1995 wurde dem Museum als die weltweit beste Darstellung der Industrialisierung und ihrer Sozialgeschichte mit dem "Dibner Award 1995" für hervorragende Leistungen in der Verbindung von Technikgeschichte und Kulturgeschichte verliehen. GeschichteDen Grundstein für die Idee eines Historischen Museums in Bielefeld wurde vom 1876 gegründeten "Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg" gelegt. Gesammelt wurden zunächst alle "Bildwerke" (Bilder, Gipsabdrücke, Fotos) und Antiquitäten (Münzen, Siegel, vorgeschichtliche Funde), wobei nicht unbedingt der künstlerisch, sondern eher der geschichtliche Aspekt für die Sammlung entscheidend war. Das angestrebte Museum sollte die Geschichte der Stadt darstellen. 1876 wurde dem Verein ein großer und heller Raum im alten Leggegebäude an der Altstädter Kirche zur Verfügung gestellt. Nach dem Kauf der Sparrenburg im Jahr 1879 wurde das Museum dort untergebracht. Aufgrund der feuchten Umgebung und der Kälte im Winter wurde von einer Weiternutzung bald abstand genommen. Die Sammlung wuchs stark an, so daß 1894 eine Übertragung an die Stadt beschlossen wurde. 1906 konnte das Museum in die von der Stadt übernommene Villa von Richard Kaselowsky, einer der schönsten Villen in Bielefeld, umziehen. Bereits wenige Jahre später wurde auch dieses Gebäude zu klein, so daß das Museum in verschiedene Gebäude aufgeteilt wurde. Der naturkundliche Teil verblieb in der Koblenzer Straße, während der die geschichtliche Sammlung 1928 in die Velhagensche Villa an der Werther Straße 3 (Villa wurde 1975 durch den Bau des Ostwestfalendamms abgerissen) umzog. Das Museum wurde bereits 1966 wieder an einen anderen Ort, den Waldhof, verlegt. 1989 wurde mit den Umbauarbeiten der Ravensberger Spinnerei zu einem Museum begonnen. Das Museum konnte dann 1994 endlich in die Gebäude umziehen.
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