Deutsche Tabak- und Zigarrenmuseum
Jede dritte Zigarre, die in Deutschland geraucht wird, kommt aus Bünde. Somit ist das Deutsche Tabak- und Zigarrenmuseum der Stadt der prädestinierte Ort für die Geschichte des Rauches und seiner Accessoires. Die Tabakfabrikation geht auf das Jahr 1843 zurück indem der Zigarrenmacher Tönnies Weilensiek seine Manufaktur eröffnete und dem viele Nachmacher folgten.
Das Museum erzählt, wie die Menschen dem getrockneten Kraut rauchend, schnupfend oder kauend verfielen. Die 300 ausgestellten Tabakpfeifen aus Ton, Porzellan oder Elfenbein klemmten ehemals in den Mundwinkeln von Indianern, Jägern oder Soldaten. Ferner zelebrieren Zigarettendosen, -spitzen und -fassons den Kult um den Glimmstengel. Das bunte Design der Zigarettenkisten und -werbung schart zu Recht eine nostalgische Fangemeinde um sich.
Auf die Ästhetik des Rauchens folgt ein Abriß zur Zigarrenproduktion sowie zur sozialen Lage der Zigarrenarbeiter.
Anschaulich demonstriert die Ausstellung den Wandel von familiärer Heimarbeit Mitte des 19. Jahrhunderts zur maschinisierten Erzeugung von blauem Dunst. Dem Besucher wird das Nichtrauchen schwer gemacht. Dafür sorgen lebendige Anekdoten, ein reich dekoriertes Raucherzimmer (Tabagie) sowie superlative Rauchobjekte: Zum Rauchen der berühmten Riesenzigarre (1,60 m) bedarf es allerdings einer langen Raucherpause von 600 Std.
Wem nach all dem noch nicht der Kopf raucht, kann sich im umliegenden Kreisheimatmuseum zu bäuerlicher Wohnkultur informieren. Wer dem Dunst treu bleiben möchte, erreicht nach einem kurzen Fußweg den einzigen in Westfalen erhaltenen Tabakspeicher.
| Anschrift |
Fünfhausenstr. 12 |
| |
32257 Bünde |
| Telefon |
0 52 23 / 16 13 25 |
| Öffnungzeiten |
Di-So 10.00-12.00 Uhr und 15.00-17.00 Uhr |
| Verschiedenes |
Führungen nach Vereinbarung |
Kreisheimatmuseum Striediecks Hof
Das Museum besteht aus einer Gruppe von fünf Fachwerkhäusern, beherbergt eine geologische Sammlung mit zahlreichen Fossilienfunden aus dem berühmten Doberg im Südosten Bündes. Vor Jahrmillionen wogte hier ein subtropisches Meer - heute ist der Doberg eine Pilgerstätte für Geologen und Touristen. Dank der 500 versteinerten Tierarten, die der Doberg in sich begrub, bringt das Museum Licht in die Fauna der grauen Vorzeit. Denn die Versteinerungen erzählen die Geschichte vom mikrobiotischen Beginn des Lebens bis zur Entstehung riesenhafter Amphibien und Säuger. Der 'Oldtimer' in der fossilen Tierwelt ist eine Ruderechse - vor 150 Millionen Jahren schwamm sie bereits im norddeutschen Jurameer, dem heutigen Wiehengebirge. Immerhin noch 30 Millionen Jahre hat der Schädel eines Zahnwahls auf dem Buckel.
Außerdem bietet der Striediecks Hof eine große Sammlung alter Bauernmöbel aus dem Ravensberger Land: Truhen, Schränke, Himmelbetten - aber auch Kleinmöbel, wie Wiegen, Stühle und Salzkästen schmücken stilecht das sogenannte 'Dammhaus' aus dem Jahr 1595. Um Schuhwerk, Flachs und Leinen geht es in den anderen Fachwerkhäusern.
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 10-12 Uhr und 15-17 Uhr
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