Hermann der Cherusker nun ein Armine
Detmold, Freitag, 16.7.99
Es ist geschafft. Der Cheruskerfürst Hermann trägt das größte Fußballtrikot der Welt (Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde)!
Am Freitag dem 16. Juli 1999 gegen 9 Uhr in der frühe wurde der bisherige Rekord eingestellt. Es dauerte insgesamt fast 90 Minuten bis der letzte Reißverschluß des Trikots verschlossen wurde. Trotz einiger Schwierigkeiten (Trikot blieb an den rauhen Oberflächen hängen), konnte das 10.000 DM teure Trikot dem Denkmal übergehängt werden.
Bereits Anfang der 90er Jahren wurde die Idee einer Verhüllung geboren. Das Hermann-Kuratorium plante die Statue durch Christo einpacken zu lassen. Dieser lehnte jedoch ab, da ihm der Hermann zu klein wäre.
Daten:
- Reißverschluß von 20 Metern länge
- Hunderte Meter Faden
- 130 Quadratmeter Fahnenstoff in den Vereinsfarben (schwarz-weiß-blau)
- Preis des Trikots: 10.000 DM
- Rückennummer: 9 (9 nach Christus besiegte Armin alias Hermann der Cherusker die Römer)
Das von den Organisatoren Andreas Karger, Horst Kuhfuß vorbereitete und koordinierte Spektakel wurde von sieben Fernsehsendern (unter anderem WDR, DSF, ZDF, RTL, SAT 1) begleitet, die Bilder rund um die Welt sendeten.
Sämtliche Arminen-Spieler waren anschließend auf der Mega-Party vor Ort, um dem ältesten Fußballspieler der Welt die Ehre zu erweisen und Autogramme an die vielen Fans zu verteilen.
Gespielt wurde auf der "Hermann's Trikot-Party" auch das eigens für diesen Anlaß komponierte Lied "Hermann der Armine" von "Fuzzi & Friends".
Zitate der Arminenspieler:
Torwart Georg Koch:
"Nicht schlecht, den bräuchten wir im Tor. Der könnte uns weiterbringen, so wie er da steht."
Stürmer Bruno Labbadia:
"Im Endeffekt können wir uns nur selber helfen - aber Hermann würde uns wohl einige Kopfballtore bescheren."
"Ist der Kran auch wirklich sicher? Die Höhe ist nämlich nicht mein Revier"
Trainer Hermann Gerland:
"Auch wir werden wohl noch einige in die Flucht schlagen"
Manager Heribert Bruchhagen:
"Da mußte ich schon im ersten Schuljahr hochlaufen"
Zitate aus der "Neue Westfälische", Nr. 164, 17.7.1999
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