Das Konzept des Museums ist weltweit einzigartig. Die Dauerausstellung bringt die unbekannten Frühwerke renommierter Künstler ans Licht.
Wie malten sie früher? Lag ihre Begabung bereits in der Wiege? Folgende
große Namen, v.a. Expressionisten, stehen auf dem Prüfstand:
Albrecht Dürer, Hannah Höch, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee,
August Macke, Paula Modersohn-Becker, Emil Nolde, Pablo Picasso.
Die Wechselausstellungen vergleichen oft Früh- mit Alterswerken oder mit
'normalen' Kinderarbeiten. So läßt sich verfolgen, wie sich
persönliche Stile entwickelten und die angehenden Künstler unter
den Besuchern werden ermutigt: Auch die Großen sind einmal klein
angefangen. Spannung erzeugt das Museumsgebäude selbst: Seit 1250 war es
nacheinander Kirche, Kloster, Gefängnis und Werkstatt.
Das Sandforther Museum liegt in dem alten Wirtschaftsgebäude einer
Landschule von 1892. Auf 150 Quadratmetern sind über 40 ländliche
Gerätschaften scheinbar wahllos verteilt: z.B. eine Wasch- und
Buttermaschine, Drechslerbank, Bohr- und Nähmaschine, Kaffemühle,
Milchzentrifuge, etc. Hauptdarsteller der Ausstellung sind jedoch
Lederriemen und Antriebswellen, nämlich als Bestandteile einer
Transmissionsanlage. Kaum wird ein 4-PS-Motor von 1908 in Gang gesetzt,
erweckt die Transmissionsanlage alle 40 Geräte gleichzeitig aus ihrem
Schlaf. Das Chaos gewinnt an Konturen: Auf wohlberechneten Positionen gehen
die Geräte ihren mechanischen Aufgaben nach. Ferner werden dem
Besucher ländliche Handwerke, wie Backen, Mähen, Dreschen,
Pflügen und Melken vorgeführt.
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