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Gebäude
Anschrift Am Kloster 11
33165 Lichtenau
Telefon 05292/1664
Öffnungzeiten Apr bis Okt, Di-So,
10.00-18.00 Uhr
Eintrittspreise kein Eintritt
Der Tausendjährige Turm befindet sich im Tal der Altenau. Mit dem Neubau der Kirche St. Margarethe im Jahre 1903 wurde der alte Turm dabei integriert (ein Rest der alten Kirche). Der untere Teil geht wohl noch ins 12. Jahrhundert zurück. Im Turm befindet sich das Erinerungsmal an die im Krieg gefallenen Söhne der Gemeinde mit dem aus Stein gehauenen Standbild des Hl. Georg.
ist im Jahre 1742 ein schöner Barockbau entstanden. Im Hochaltar befindet sich das Gnadenbild (um 1400). Es hat den Namen "Auxiliatrix de Monte Modico", (Helferin vom kleinen Berg). Das Bild ist aus Eichenholz geschnitzt und ca. 45 cm hoch. Der Hersteller ist unbekannt, die Verehrung dieses Gnadenbildes reicht bis weit über den Paderborner Raum.Bemerkenswert ist der Reichtum an Inschriften, die teilweise auf die Kriegswirren Bezug nehmen. Das Nordportal mit Immaculata (bezeugt 1742, vollendet 1757) ziert u.a. ein lateinischer Satz, dessen deutsche Übersetzung lautet:
Der Spieker besitzt eine auf 60cm starken, burgähnlichen Steinmauern des Untergeschosses ruhende erste Etage in Fachwerkbauweise. Der stark verspielt gestaltete Oberbau weist mit seinen reichen Verzierungen an städtische Patrizierhäuser erinnernde Renaissancemerkmale auf. So sticht er inmitten weitgehend schmuckloser Fachwerkbauten in der Zeit seiner Erbauung in scharfem Kontrast hervor und zählt heute zu den kulturhistorisch wertvollsten Baudenkmälern.
Mehr als 43 Meter erhebt sich der Turm über die Erde und wirkt deshalb noch wuchtiger, weil er auf einer sanften Erhöhung erbaut ist. Zusammen mit Chor und Turm beträgt die Länge der Kirche 37,60 m bei einer Breite von 13,80 m. Der landschaftlichen Eigenart entsprechend hat man bei der Lichtenauer Pfarrkirche das System der Hallenkirche mit drei gleich hohen Schiffen angewandt. An das Mittelschiff schließt sich im Osten in gleicher Breite und Höhe ein quadratischer Chorraum an, dessen Kreuzgewölbe auf Eckdiensten ruht. Die Nordwand des Chores weist eine Mauernische auf, die durch eine handgeschmiedete Eisentür verschlossen ist In ihr wurden vor dem Sakristeianbau kirchliche Gefäße und Reliquien aufbewahrt.
Sieben solcher Gräber sind allein im Altenautal vorhanden. Von diesen Gräbern befinden sich zwei in Henglarn und zwei in Atteln. 1921 erforschte der Archäologe Dr. August Stieren aus Münster die Grabkammer des ersten Grabes in Henglarn. Die Forscher begannen mit dem Ausräumen des Grabes von oben. Bis 40 cm unter dem Boden fanden sie ein wirres Durcheinander von Knochenresten. Die letzte Erdschicht war ungestört. Auch hier lagen nur wenige Knochen in ihrer ursprünglichen Lage. Die Schädel lagen mit dem Gesicht nach unten und waren durch den auf ihnen lastenden Erddruck zertrümmert. An einer Stelle jedoch fanden die Archäologen eine Häufung von Skeletten in natürlicher Lage. Fünf Skelette lagen dicht beieinander und die Skelette der fünf Bestatteten streckten sich strahlenförmig nach außen. Ihre Schädel waren mit Steinplatten umstellt. Aus der Lage und Erdbeschaffenheit war zu schließen, daß diese fünf zusammen bestattet wurden. Unter diesen Schädeln fand man einen weiteren Schädel. Dieser mußte früher beigesetzt worden sein. Da er durch eine Lehmschicht fast vollständig von Luft abgeschlossen war, war er sehr gut erhalten. So fanden sich Unterkiefer mit Zähnen, deren Schmelz noch vollkommen erhalten war. Als Beigaben fand man sechs an der Wurzel durchbohrte Reißzähne von Wolfsunterkiefern und einen Fuchszahn. Ihrer Lage nach gehörten diese Stücke zu dem selben Schmuckstück. Es ist anzunehmen, daß sie an einer Schnur getragen wurden.
Natur
Am höchsten Punkt der Verwurfslinie (400 m) treten Erze zutage. Der offene Graben ist heute etwa 300 m lang, 50 m breit und etwa 4-12 m tief. Die vorkommenden Gesteinsmassen der Trias-, Jura- und Kreideformation enthalten Blei-, Galmei- (Zink-), Brauneisen- und Schwefeleisenerze nebst Eisenoxydhydraten, Schwefelkies und geringe Spuren Kupfer. Die Bleierzgewinnung geschah zuerst im Tagebau. Sie erstreckte sich ursprünglich auf Blei, daher Blykaulen. Viel später wurde nach Galmei gegraben. Der Schacht war an seiner tiefsten Stelle 40 m tief. Die erste Sohle befand sich auf 15 m unter Tage, die Zweite lag weitere 15 m tiefer und lieferte bestes Erz. Die Länge des jetzt zugefallenen Stollens beträgt 900 m. Das Erz wurde auf Halden sortiert, im nahen Wäschebach gewaschen und dann nach Westheim geschafft. Die Bleikuhlen bieten für Botaniker eine reiche Pflanzenwelt (Galmeiveilchen, Frühlingsmeirich und die seltene Quell- und Gänsekresse). Bei den Galmeiveilchen (Viola Calaminaria Westfalica) handelt es sich um das einzige Vorkommen weltweit.
Feste
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