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Minden: Geschichte
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Schlacht bei Minden
Gefecht im Siebenjährigen Krieg am 1.August 1759 zwischen einer englisch-hannoveranisch-preußischen Armee unter Prinz Ferdinand von Braunschweig und einem französischen Heer unter Marschall Contades. Am 10.Juli hatte Contades die Festung von Minden und damit eine günstige Angriffsposition erobert. Ferdinand versuchte, die Franzosen einige Kilometer vor ihrem Lager zu einer Schlacht herauszufordern; aber Ferdinands Armee wurde von Contades' Truppen überrascht. Die englische Infantrie konnte den Hauptangriff der Franzosen zurückschlagen, aber die englische Kavallerie versäumte den entscheidenden Angriff. Dennoch gelang Ferdinands Truppen ein Sieg über die Franzosen, die Minden aufgeben und sich an den Oberlauf der Weser zurückziehen mußten.
Weitere Geschichte
Der heutige Kreis Minden-Lübbecke - das ehemalige Fürstbistum Minden - gehört zu den traditionsreichen und historisch bedeutsamen Landschaften in Niederdeutschland. Die Region an Weser und Wiehen tritt mit seiner, von Karl dem Großen gegründeten Hauptstadt Minden, schon um 800 als Missionszentrum in die sächsisch-fränkische, deutsche und europäische Geschichte ein. Minden war jahrhundertelang Bischofssitz, Diözesanmetropole, Verkehrsknotenpunkt und Wirtschaftszentrum im mittleren Weserraum. Dennoch, keine andere Landschaft in Westfalen ist so sehr durch Preußen geprägt wie das Minden-Lübbecker Land! Die brandenburg-preußische Geschichte reicht bis zum Westfälischen Frieden 1648 zurück. Damals fiel das bis dahin selbständige Fürstbistum an Brandenburg. Von da an bestimmte die neue Obrigkeit, preußisches Militär und Verwaltung die Geschichte der Menschen. Minden wurde als preußische Regierungs- und Festungsstadt ausgebaut und diente mehr als zwei Jahrhunderte lang als Bindeglied zwischen den preußischen Stammlanden östlich der Elbe und den Provinzen am Niederrhein. Aufgrund ihrer strategischen Bedeutung blieb die Region von kriegerischen Auseinandersetzungen nicht verschont; die Bevölkerung
freilich bekannte sich stets vorbehaltlos zu ihrem König. Friedrich der Große urteilt in seinem politischen Testament von 1768 über die Menschen im Minden-Lübbecker Land: "
hier ist das beste Volk der Welt, klug, arbeitsam, gewerbstätig und treu
". Berühmte preußische Staatsmänner wie Hardenberg, vom Stein
und Vincke, die maßgeblich am Wiederaufbau der preußischen Verwaltung nach den Befreiungskriegen mitgewirkt haben, waren zeitweise an der Mindener Regierung tätig. Die fast dreihundertjährige Zugehörigkeit zum brandenburg-preußischen Staat hat die Region
maßgeblich gestaltet, das preußische Element ist nicht nur in zahlreichen Bauwerken und Denkmalen erkennbar, sondern hat auch den Menschenschlag geprägt.
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