|
Kirchen
Gebäude
Museen
Das Museum beherbergt eine umfangreiche Sammlung vornehmlich sakraler Kunst des 10. bis 20. Jahrhunderts, die zu den bedeutendsten ihrer Art in Deutschland zählt und Kunstwerke von Weltgeltung besitzt. Die Sammlung umfaßt ca. 6.000 Exponate, von denen etwa 1.000 in den von 1991-93 völlig neu gestalteten Schauräumen gezeigt werden. Von herausragender Bedeutung ist die Madonna des Paderborner Bischofs Imad (1051/1058), eine der ältesten Darstellungen der thronenden Madonna in der abendländischen Kunst. Die beachtenswerte Skulpturensammlung umfaßt neben mittelalterlichen Bildwerken auch hervorragende Beispiele westfälischer Barockskulptur wie den Libori-Festaltar von 1836 aus dem Paderborner Dom. In der Schatzkammer des Museums, die sich in den mittelalterlichen Gewölben des ehemaligen Bischofspalastes befindet, werden liturgische Geräte, Reliquiare und andere bedeutende Werke kirchlicher Schatzkunst präsentiert. Besondere Erwähnung verdienen die beiden Tragaltäre des Rogerus von Helmarshausen aus dem frühen 12. Jahrhundert - Meisterwerke romanischer Goldschmiedekunst - und der vergoldete Silberschrein des hl. Dom- und Bistumspatrons Liborius von 1625/27. Kostbare für den liturgischen Gebrauch bestimmte Textilien, Gemälde auf Holz und Leinwand, Bronzegerät, illuminierte Handschriften, Schnittglas und ein reicher Fundus an religiöser Volkskunst runden den Bestand ab. Diözesanmuseum
Hathumarstr. 7-9, 33098 Paderborn Telefon (05251) 88-1350 Öffnungszeiten: di-so 10-18 Uhr Eintritt frei
![]()
All dies weiß man jedoch erst, seitdem Archäologen in den 1960er Jahren unter dem Schutt vieler Jahrhunderte die Reste einer karolingischen und einer ottonisch-salischen Königspfalz entdeckten. Zahlreiche Funde wie die Reste hochwertiger Wandmalereien, Fragmente wertvoller Gläser und zahlreiche andere Hinterlassenschaften vermitteln ein Bild von der Hofhaltung zur Zeit Karls des Großen. Einen Einblick in die sächsische Geschichte ermöglichen Fundgegenstände aus sächsischen Gräbern. Wesentlich genauer nachvollziehbar ist die Nutzung der aus dem 11. Jahrhundert stammenden Pfalz. Bei den Ausgrabungen, die von 1964 bis 1978 dauerten, kamen so viele gut erhaltene Mauerteile zum Vorschein, daß eine Neuerrichtung der Kaiserpfalz unter Einbeziehung der alten Bausubstanz gewagt werden konnte. Neben der großen Palastaula und der Pfalzkapelle des Königs hinterläßt vor allem der faszinierende Quellkeller einen bleibenden Eindruck. Ein Besuch des Museums in der Kaiserpfalz ist nicht vollständig ohne eine Besichtigung der zugehörigen Bartholomäuskapelle - ein einzigartiges Bauwerk königlicher Repräsentation aus dem frühen 11. Jahrhundert. Die nach byzantinischem Vorbild als Hallenkirche errichtete Kapelle besticht durch ihre phantastische Akustik.
Historisches Museum im Marstall
Das Historische Museum zeigt - thematisch gegliedert - die Entwicklung des heutigen Paderborner Stadtteils Schloß Neuhaus von der Steinzeit bis in die Gegenwart. Anhand von Fundstücken, Dokumenten, Kunstwerken und volkskundlichen Objekten wird der politische, soziale, kirchliche und wirtschaftliche Werdegang des Ortes nachgezeichnet. Schautafeln und moderne Medien unterstützen die Präsentation. Einen Schwerpunkt bildet das Thema 'Neuhaus als fürstbischöfliche Residenz', denn den Paderborner Fürstbischöfen, die von 1275 bis 1802 in Neuhaus residierten, verdankt der Ort entscheidende Impulse. Die Funde aus dem Schloßgraben - ein gesonderter Bereich im Museum - lassen interessante Rückschlüsse auf die Sitten und Gewohnheiten der ehemaligen Schloßbewohner zu. Auf einen weiteren historischen und wirtschaftlichen Höhepunkt des Ortes geht die Abteilung 'Garnisongeschichte von Neuhaus' ein, deren bedeutendste Phase 1820 mit der Einquartierung einer preußischen Garnison im Schloßareal begann und bis 1945 andauerte. Hier erfährt man unter anderem, wie sich der alltägliche Dienstbetrieb innerhalb und außerhalb der Kaserne gestaltete. Eine Rückschau auf die wirtschaftliche Entfaltung im 20. Jahrhundert durch die Holz-, Mühlen- und Stahlindustrie vervollständigt den Überblick über die geschichtliche Entwicklung des Ortes Schloß Neuhaus.
Marstallstraße Städtische Galerie in der Reithalle
Sonderveranstaltungen wie Vorträge und Gesprächskreise ergänzen das Programm der Reithalle. Marstallstraße
Anschaulich erklärt sie die verschiedenen Bauphasen des Schlosses vom 14. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Darüber hinaus wird auf die Nutzung des Schlosses als Realschule ab 1967 eingegangen und die von 1968 bis 1994 erfolgte Restaurierung des Bauwerkes dokumentiert. Schwerpunkte der Ausstellung sind die frühe und die späte Weserrenaissance sowie die Barockisierung unter Fürstbischof Clemens August von Bayern im 18. Jahrhundert. Im Haus Braunschweig - dem ersten Bauwerk der Weserrenaissance - befinden sich neben dem Remter die einzigen noch erhaltenen historischen Räume des Schlosses: Fürstliches Speisezimmer, Porzellan-Schenkzimmer, Marschall-Tafelzimmer und Fürstliches-Kabinett.
Remter im Schloßgebäude
Das HNF ist jedoch mehr als eine reine Technikschau. Es ist konzipiert als eine Stätte der Bildung, Begegnung und Kommunikation, die im Museum die Computertechnik erleben läßt und in Vorträgen und Diskussionsrunden das Wissen über diese Technik vertieft. Computerexperten genauso wie Laien erfahren, wie sich die Datentechnik vom Altertum bis heute entwickelt hat. Anhand zahlreicher Beispiele wird der Werdegang der Informationstechnik von den frühen Rechen- und Schreibmaschinen bis zu ersten Computern aufgezeigt. Einen Kernbereich der Präsentation bilden die von Heinz Nixdorf gesammelten Maschinen, Geräte und Bücher. Darüber hinaus werden die wichtigsten Entwicklungsstationen bis in die Welt modernster Computer dargestellt. Das 'Heinz-Nixdorf Museums Forum' bleibt jedoch nicht in der Gegenwart stehen, sondern zeigt mit einem Neuheiten-Center Einblicke in die aktuelle Entwicklung auf und setzt sich kritisch mit der Zukunft der Informationstechnik und ihren Auswirkungen auf unsere Lebens- und Arbeitsbedingungen auseinander. Interaktive Medien eröffnen Einblicke in die innersten Vorgänge eines Computers. Multimedia-Terminals machen komplizierte Sachverhalte durch Bild und Ton verständlich und versprechen ein multimediales, sinnliches Erlebnis.
Forum für Informationstechnik GmbH Pontanusstr. 55, 33102 Paderborn Tel.: (05251) 130-6 Fax: (05251) 130-719 Öffnungszeiten: bis 18.00 Uhr Internet KulturBildungseinrichtungen:
|
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||