Das Schloß Rheda, die Herberge des Kutschen-Museums, versprüht
die höfisch-ritterliche Atmosphäre vieler Jahrhunderte. Heute
stehen im fürstlichen Marstall schmucke Kutschwagen. Das älteste
Modell ist eine ungarische Kalesche. Erlesen bleibt es auch im ehemaligen
Wirtschaftsteil des Renaissanceflügels: Hier lagern Spielzeuge und
Kostüme der höfischen Elite. Theaterkulissen, Spielzeugburgen und
Zinnfiguren waren der Zeitvertreib der Fürstenkinder. Ein Rundgang durch
das Schloß wird zur Stilreise durch die Baugeschichte: Der Kapellenturm
stammt aus dem 13., der Wohnturm im Osten aus dem 14. Jahrhundert, die
Renaissance gestaltete den Wohntrakt mit Galerie und das Barock
beeinflußte den Flügel aus dem 18. Jahrhundert.
Im Firmenmuseum der Westfalia-Werke werden vor allem Kutschen und
Wohnmobile 'verkuppelt': Denn das 1844 als Schmiede gegründete
Unternehmen wurde später zum Spezialisten für
Anhängervorrichtungen. Anfangs produzierten die Westfalia-Werke
Ackergeräte und Kutschen für Zugtiere, später fuhren die
motorisierten Kutschen wie von selbst (1918 entstand die erste
Selbstfahrerkutsche). 1935 erblickte der erste Wohnanhänger mit
Schlafplätzen und Küche das Licht Ostwestfalens. Die Westfalia
blieb dran und entwickelte ihre Campingeinrichtungen weiter.
Das Leinewebermuseum Rhedas liegt in einem alten Weberhaus (1734).
Ausgestellt werden Holzschuhe, alltägliche Wäsche und feierliche
Trachten und die Weberei mit dem funktionstüchtigen Webstuhl. Weitere Informationen