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Vlotho: Freizeit

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Vlotho: Freizeit

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Der Amtshausberg mit Burgruine

    Vlotho: Der Amtshausberg mit Burgruine Der Amtshausberg (141m) überragt und prägt die historische Innenstadt von Vlotho und das Wesertal. Wen wundert es, daß Heinrich von Oldenburg um 1250 hier zur Festigung seiner Macht eine Höhenburg errichten ließ. Historiker vermuten vorher an dieser Stelle einen karolingischen Königshof. Die Burg verfiel allerdings im 17. Jahrhundert und wurde 1809 abgebrochen.
    1936 begann man eine Freilegung, die durch den Krieg unterbrochen, und nie fortgesetzt wurde. Burgmauer und -graben, der 80m tiefe Brunnen und viele Mauerreste erinnern an die Blütezeit der Burg. Das Burgtor zieren die Wappen der Stadt Vlotho und der Provinz Westfalen. Einen Gedenktafel erinnert an den Besuch des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm IV. im Jahre 1853. Heute sind Burg und Amtshausberg mit dem Burgrestaurant ein beliebtes Ausflugsziel. Von dort bietet sich ein weiter Blick auf Stadt und Wesertal.

Historische Innenstadt

    Die Bauern- und Fischersiedlung "Flothowe" (Flußaue), gelegen an einer Furt der Weser im Mündungsbereich des Forellenbaches, muß schon in der Frühgeschichte bestanden haben. 1185 wird in einer erhaltenen Urkunde des Bischofs Anno von Minden als Edelherr von Vlotho ein Godefridus de Vlotowe erwähnt. Damit tritt das Weserstädtchen aus dem Dunkel der Geschichte. Die topographische Lage zwischen Weser und Tal des Forellenbaches hat zu Füßen des Amtshausberges im Laufe der Jahrhunderte in einer reizvollen, abwechslungsreichen Landschaft eine Innenstadt entstehen lassen, die mit Recht als eine der "Perlen des Weserraumes" bezeichnet werden kann. In der Tat, die Häuserzeilen der Langen Straße erstrecken sich wie Perlen an der Schnur vom Rathaus ca. 1,5 km in südöstlicher Richtung durch das Tal des Forellenbaches begleitet von den Hängen des Amtshausberges und des Winterberges. Als gegen Ende der 70iger Jahre die Innenstadt am Durchgangsverkehr zu ersticken drohte, entschloß man sich zum Bau einer Entlastungsstraße, die das Gesicht der Stadt grundlegend veränderte. Heute laden 2 verkehrsberuhigte Zonen zum Bummeln und Verweilen ein. Liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert prägen das Bild der Stadt: z.B. Zunftstube (1570), Haus Sitte (1652) und Haus Malz (1684). Vlotho hat aber nicht nur Fachwerkhäuser oder Bauten aus diesem Jahrhundert, es weist auch schöne Gebäude aus der "Gründerzeit" auf. Geschmackvoll erneuert, sind sie weitere Farbtupfer im Stadtbild. "Sommerfelder Platz und Dr. Schultze Platz" weisen auf die Patenschaft der Stadt Vlotho zu den ehemaligen Bürgern der Stadt Sommerfeld/ Niederlausitz hin, die bereits seit 1955 besteht.

1. Ev. Autobahnkirche

    1666 erhielt die damalige Gemeinde Exter von Friedrich Wilhelm, dem Großen Kurfürsten die Erlaubnis, eine Kirche zu bauen. Wegen der geringen Einkünfte für den Pastor galt die Pfarrei Exter viele Jahre "als die geringste in der Grafschaft Ravensberg". In Anlehnung an die alte Kirche entstand 1951 ein Neubau, wobei der Turm mit dem Wappen des Kurfürsten erhalten blieb. Seit 1959 ist die Dorfkirche Exter auch Autobahnkirche. Der schlichte Kirchenraum lädt die Reisenden aller Konfessionen von der nahe gelegenen Autobahn zu einigen Augenblicken der Einkehr und Besinnung ein. Von diesem Angebot wird gern und zahlreich Gebrauch gemacht.

Naturschutzgebiet Linnenbeeke mit Bonstapel

    Im sagenumwobenen Weserbergland erzählt man sich, der Teufel habe vor Urzeiten versucht, den Weserdurchbruch an der Porta Westfalica mit dem Vlothoer Berg Bonstapel zu verstopfen. Der Versuch mißlang, der Bösewicht wurde unter dem Berg begraben. Tatsache ist, der Bonstapel bildet mit 342 m die höchste Erhebung der Stadt Vlotho und des Kreises Herford, 42 m höher als der Pariser Eiffelturm. Zu Füßen des Bonstapel finden wir das Naturschutzgebiet "Linnenbeeke/ Steingrund", ein ausgedehntes Waldgebiet mit mehr als 1000 Findlingen aus verschiedenen Eiszeiten. Den Wald aus Buchen und Eichen durchfließt die Linnenbeeke, die am Bonstapel aus 7 Quellen entspringt. Erschlossen wird das Gebiet durch ein Netz von Wanderwegen.

Mühle Exter

    Erbaut im Jahre 1850 aus Naturstein. Im Jahre 1961 wurden die Flügel durch einen Sturm beschädigt und die Mühle zum Stillstand gebracht. Der Verein "Vom Korn zum Brot", der in Löhne-Wittel eine Mühlenhofanlage mit Wassermühle unterhält, übernahm im Jahre 1985 die Mühle.
    Es handelt sich um eine Kappenwindmühle (Holländermühle). Als Arbeitsplattform für die Bedienung dient an der Bergseite ein Erdwall und an der Talseite eine Holzgalerie; dies ist eine große Besonderheit. Die Kappe wird durch die Windrose automatisch in Windrichtung gedreht. Früher mußte die Kappe per Hand gedreht werden. Die Flügel sind mit Klappen versehen, die durch eine Zugvorrichtung gleichzeitig geöffnet oder geschlossen werden können. Die Mühle hat zwei Mahlgänge.
    Weitere Infos: Geschichtswerkstatt Exter

Restauriertes Mühlenrad

    Das starke Gefälle des Forellenbaches (im Oberlauf auch Linnenbeeke) wurde schon sehr früh zum Antrieb von Wasserrädern für den Betrieb von Mühlen unterschiedlicher Art genutzt. In ihrer Blütezeit gab es mehr als 20 in Vlotho. Man konnte sich mit Recht die "Stadt der Mühlen" nennen.
    An der Winterbergstraße gab es von 1823 - 1975 "Kuhls Mühle". Nach dem Abbruch wurde das Mühlrad auf Initiative des rührigen Vlothoer Heimatvereins restauriert und an der Klosterstraße aufgestellt. Am jetzigen Standort zweigte früher der Speisegraben zur ältesten Vlothoer Mühle, der Klostermühle (1250), ab.

    Hier einige Daten:

    • Durchmesser 5,40m
    • Schaufelbreite 1m
    • Anzahl der Schaufeln 42
    • Achslänge 4m
    Der Amtshausberg mit Burgruine

Kurklinik Bad Seebruch

    Bad Seebruch hat seine besondere Note durch Fachwerkbauweise und bäuerliches Interieur in neuen Gebäuden mit modernen Einrichtungen. Es liegt geschützt im lippischen Hügelland zwischen Teutoburger Wald und Porta Westfalica, im sogenannten Heilgarten Westfalens. Das Kurzentrum ist im malerischen, 6ha großen Landschafts-Kurpark mit seinem alten Baumbestand im Tal der Linnenbeeke eingebettet.

Kurklinik Bad Senkelteich

    Das private, staatlich anerkannte Moor- und Schwefelbad Senkelteich steht bereits seit 1866 Jahren im Dienste der Gesundheit.
    Die Schätze der Natur liegen direkt hinter dem Kurmittelhaus - das Natur-Schwefel-Heilmoor und die Schwefel-Heilquellen. Bad Senkelteich liegt ca. 5 km vom Zentrum des Luftkurortes Vlotho entfernt - mitten im Naturschutz- und Kurgebiet. Eingebettet in einem von altem Baumbestand gesäumten Erdfalltrichter, öffnet sich der Blick auf die Lippische Hügellandschaft.
    Weitere Informationen im Internet

Heimathauses Vlotho

    In der Zigarrenstube des Heimathauses Vlotho wird dem Besucher unter anderem zahlreichen Accessoires, wie Schachteln, Spitzen und Etuis gezeigt. Eine Werkstätte eines Zigarrenmachers wird ebenso zur Schau gestellt wie der Lebensmittelladen aus den 50er Jahren.

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