Um 800 |
Gründung der Peterskirche in Dornberg |
Um 800 |
Aufgrund einer Spende durch Waltger entsteht beim Meierhof zu Müdehorst in Niederdornberg ein Kloster |
850 |
 großes Bild Älteste Erwähnung des Bielefeldes als "Bylanvelde" (1.Zeile) in den Traditionen des Klosters Corvey um die Mitte des 9. Jahrhunderts in der Abschrift von 1479 |
856-866 |
Erste Erwähnung Bielefelds: Durch Schenkung wird dem Kloster Corvey eine Hufe (bäuerliche Hofstelle mit Acker) in "Bylanuelde" und eines Waldes und einer halben Hufe in "Thydwyteshusun" (Bauernschaft Dietzen, heute Oldentrup) übereignet. |
939 |
Gründung eines Damenstifts St. Johannis in Schildesche durch die adelige Dame Marswidis |
um 1000 |
Entstehung der Pfarrkirche in Heepen. |
1009-1036 |
Ein Mann namens Tiedi besitzt 70 Äcker und zwei Hausplätze im Bielefelde als erbliches Eigentum. Da er kinderlos ist, überträgt er mit Genehmigung seiner Mutter Wilburga sein Erbe an die Paderborner Kirche |
1015 |
 großes Bild Erwähnung Bielefelds als "Bilivelde" in der Lebensbescheschreibung des Paderborner Bischofs Meinwerk, zwischen 1015 und 1036 (1.Zeile) |
1134 |
Die Grafen von Calvelage sterben aus. Das Stammhaus derer von Ravensberg erben zusätzlich zu den 2 Grafschaften die Grafenrechte um Vechta, die Vogtei über die Güter des Klosters Corvey im Osnabrücker Nordlande und eine Grafschaft an der mittleren Ems zwischen Meppen und Aschendorf. |
1140 |
Erstmalige Erwähnung der Grafen mit dem Zusatz "von Ravensberg" |
1150 |
Ein Meier namens Hetlego besitzt 15 Hufen Land in Bielefeld, wovon dem Stift Herford 2 Gefäße mit Honig zu liefern sind |
1150 |
Die Grafen von Ravensberg beginnen ihr Territorium aufzubauen. Ihre Amtsgewalt erhalten sie als Lehen von den Paderborner Bischöfen |
1198 |
Papst Innozenz III. bescheinigt dem Kloster Marienfeld eine Reihe von Besitzungen, darunter auch Bielefeld. |
13. Jh. |
 großes Bild Die Altstadt im 13. Jahrhundert |
1214 |
Erstmalige Erwähnung Bielefelds: Quelle: Vertrag zwischen dem Kloster Marienfeld und dem Grafen Hermann von Ravensberg. Dieses Rechtsgeschäft, bei dem Hörige ausgetauscht wurden, brauchte Zeugen. Von seiten des Grafen gab es 3 Beamte, ein Magister namens Hermann Diabolus, ein Dinggraf Hermann und ein Richter Ratbert "in Bielefeld". Die Annahme sagt, daß dort, wo ein Richter tätig ist, eine Stadt sein muß. Bielefeld wurde an der Kreuzung der Handelsstraßen vom Rheinland nach Lübeck an der Ostsee und von Münster und Osnabrück nach Hameln und Magdeburg |
1214 |
 Urkunde des Klosters Marienfelde aus dem Jahre 1214 mit der Nennung des Richters Ratbert in Bielefeld. 12. Zeile "cum Ratberto iudice in bileuelde" |
1221 |
In einem Vertrag zwischen der Abtei Herford und den Grafen Ludwig und Otto II. von Ravensberg werden die "Bürger Bielefelds" genannt. Hintergrund: Vergleich zwischen den Kontrahenten, in dessen Verlauf die Bielefelder den Weinhandel nach Herford behindern, die Herforder Bürger wiederum in Bielefeld Zerstörungen angerichtet hatten. |
1224 |
König Heinrich VII. belehnt Gräfin Sophie von Ravensberg, die Frau Graf Ottos II. unter anderem mit dem Zoll- und Münzrecht in Bielefeld |
1231 |
Erstmalige Erwähnung der Peter- und Pauls-Kirche |
1233 |
Äbtissin Mathilde von Schildesche verkauft den Johannisberg an den Grafen Hermann IV. von Ravensberg. Das Holz des dortigen Waldes dient als Baumaterial und Befestigungsanlage für die Stadt |
1236 |
Trennung der Stadt Bielefeld vom Kirchspiel Heepen |
1240 |
 großes Bild Wappen der Grafen von Ravensberg |
1240-1250 |
Bau der Sparrenburg |
1241 |
Ludolfus Svaf, Elbert von Gütersloh und Heinrich von Warcktorp werden als erste Ratsherren der Stadt erwähnt |
1252 |
Die Grafschaft um Vechta, die Vogtei über die Güter des Klosters Corvey im Osnabrücker Nordlande und eine Grafschaft an der mittleren Ems zwischen Meppen und Aschendorf werden von den Grafen von Ravensberg an den Bischof in Münster verkauft. |
1256 |
Erstmalige beweisbare Münzprägungen in Bielefeld |
1256 |
Erstmalige urkundliche Erwähnung der Sparrenburg, die von Graf Ludwig erbaut wurde. Die Sparrenburg wurde zum Schutz des Osningpasses und als Herrschaftssitze gebaut. |
1282 |
Erstmalige Erwähnung einer Schule in Bielefeld |
1293 |
Die Neustadt wird urkundlich erwähnt. Die Neustadt wurde wahrscheinlich als Stadt für die mit dem Aufbau der Sparrenburg beschäftigten Handwerker gegründet. |
1293 |
Graf Otto III. und seine Gattin Hedwig zur Lippe stiften der Neustadt das Kanonikerstift St. Marien (Marienstift) für 12 Kanoniker. Diese Kirche war sowohl repräsentative Kirche als auch Grabort für die Grafen von Ravensberg. Das Stift wurde an der Marienkirche gebaut, was darauf hinweist, daß die Neustadt schon recht groß gewesen sein muß. Mit der Gründung des Marienstifts entsteht auch die 2. Schule in Bielefeld |
1309 |
Die Bielefelder Kaufleute erhalten durch Urkunde das alleinige Recht zum importieren von Tuchen (Gewandschnittprivileg) |
1326 |
 großes Bild Urkunde aus dem Jahr 1326 mit dem Text des Bielefelder, aus dem Münster übernommenen, Stadtrechts |
1336 |
Stiftung eines Armen- und Krankenhauses |
1346 |
Schenkung eines Hauses von Graf Bernhard von Ravensberg an eine Jungfrau. Das Haus sollte eine Freistatt sein für alle, die darin wohnen oder "darauf fliehen". Es sollte frei von städtischen Lasten sein, die Bewohner die Rechte eines freien Bürgers genießen. |
1346 |
Nach dem Tot Graf Bernhard von Ravensberg, dem letzten des Ravensberger Geschlechts, fällt die Grafschaft an das Haus Jülich-Berg |
1391 |
Der erste namentlich bekannte Bielefelder Leineweber, Lubbertus de Bylvelde linifex, wird Bürger in Dortmund |
14./15. Jh. |
Bielefeld ist Hansestadt (belegt nur für das Ende des 15. Jahrhunderts) |
1428 |
Graf Wilhel von Berg und Ravensberg stirbt und wird, wie auch seine Gemahlin Adelheid von Tecklenburg, in der Marienkirche beigesetzt |
1436 |
Bielefeld gehört zu Jülich |
1452 |
Die Lutter wird vom Luttervolk in Brackwede nach Bielefeld abgeleitet. Das Wasser des Bohnenbachs und des Voßbachs reicht allein nicht aus, den Wassergraben zwischen der Altstadt und der Neustadt zu füllen. Ein Übergang zwischen Alt- und Neustadt war nur an zwei Stellen, am Dammtor (heute unter dem Bavinck-Gymnasium) und am Brückentor (Am Bach), möglich. |
1488 |
Verbot des Handels und Gewerbe auf dem Lande durch landesherrliches Privileg, Konzentration auf die Stadt |
1488 |
Die Bürger der Alt- und der Neustadt erhalten ein gemeinsames Bürgerrecht |
1489 |
Erstmalige Erwähnung eines Kämmerers in Bielefeld |